Sprache von Verwaltung sollte verständlich und politisch neutral sein

Irrsinn: Stadt schafft „Sehr geehrte Damen und Herren“ ab

Zur Einführung von angeblich gendergerechter Sprache und des Gendersternchens zum 1. Juli 2020 in der Kieler Stadtverwaltung erklärt der Kieler Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der CDU Kiel, Tobias von der Heide:

 „Die Kommunikation einer Verwaltung sollte möglichst verständlich und vor allem politisch neutral sein. Mit der Einführung von angeblich gendergerechter Sprache werden diese Ziele nicht erfüllt und mit der Glaubwürdigkeit der Kieler Verwaltung gespielt. Es ist nicht richtig eine Verwaltung politisch zu instrumentalisieren. Mit dem Gendersternchen ist niemandem auf dem Weg zur tatsächlichen Gleichstellung geholfen.

In den vergangenen Jahren gab es verschiedene Bemühungen, Verwaltungssprache verständlicher zu machen. Verschiedene Initiativen für Leichte Sprache sind zum Beispiel für die Gestaltung von Wahlscheinen ins Leben gerufen worden. Die Einführung des Gendersternchens sowie verschiedener gendergerechte Formulierungen werden keinen Beitrag zu mehr Verständlichkeit leisten. Es ist erwiesen, dass Gendersternchen die Lesbarkeit von Texten erschweren. Der Hinweis der Kieler Stadtverwaltung "Gesprochen wird das Gendersternchen mit einer kleinen Pause“ zeigt, dass wahrscheinlich nicht nur die Verständlichkeit der Schriftsprache darunter leiden wird. Das sollte kein Ziel einer Verwaltung sein. 


Daneben ist die Verwendung des Gendersternchens politisch aufgeladen. Es sind bestimmte politische Strömungen mit bestimmten gesellschaftlichen Vorstellungen, die mit einem Gendersternchen in Verbindung gebracht werden. Mehrere Umfragen zeigen, dass eine deutliche Mehrheit der Gesellschaft die Verwendung von Gendersternchen ablehnt. Die Sprache von Verwaltung sollte politisch neutral und unangreifbar sein. Mit der neuen Regelung durch einen Beschluss der Kieler Ratsversammlung wird dieses Ziel nicht verfolgt. Parteien und Fraktionen können ihren eigenen Weg bei Ansprachen und bei der Schriftgestaltung gehen, das sollte aber nicht für Verwaltungen gelten. Es ist absurd, dass die Ansprache „Sehr geehrte Damen und Herren“ in der Kieler Verwaltung nicht mehr verwendet werden soll.

Als CDU Kiel stellen wir uns sehr entschieden gegen diese Entscheidung und halten die Einführung für grundlegend falsch."

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