Öffnungsschritt für den Sport sind aktuell nicht möglich

Land hilft den Sportvereinen noch einmal mit 2,5 Millionen Euro – Stadt sollte auch helfen

Zur Diskussion um Öffnungsschritten für den Sport in Kiel erklärt der Kieler Landtagsabgeordnete Tobias von der Heide:

„Ich kann die Sportvereine sehr gut in ihrem Anliegen verstehen wieder Sportangebote möglich machen zu wollen. Die ehrenamtliche und hauptamtliche Struktur leidet unter dem Lockdown. Gerade die sinkende Anzahl von Mitgliedern durch Austritte sind ein großes Problem.

Aber wir müssen realistisch sein. Und so bitter diese Erkenntnis auch ist, es ist auf Grund der steigenden Infektionszahlen nicht vernünftig und angezeigt Öffnungsschritte möglich zu machen. Die Infektionszahlen in Kiel steigen trotz der aktuellen Maßnahmen weiter an. Andere Bundesländer zeigen anschaulich, wie dynamisch Infektionsgeschehen sich entwickeln kann. Die jüngste Stellungnahme der Leopoldina macht noch einmal explizit deutlich: „alle Gruppenaktivitäten im Bereich Sport und Kultur müssen eingestellt werden.“ Mir fehlte es im Moment an der Phantasie, wie wir unter diesen Bedingungen Verbesserungen in der Landesverordnung erzielen können. Bin aber für konkrete Vorschläge dankbar.

Unter diesen Umständen habe ich überhaupt kein Verständnis für die Positionierung des Oberbürgermeisters Ulf Kämpfer und von anderen Sozialdemokraten in dieser Sache. Jetzt die Hoffnung auf Öffnungsschritte für den Sport zu machen ist das falsche Signal und unseriös. Ich bin sehr froh, dass die CDU-Ratsfraktion sich nicht auf diese Art und Weise an der Diskussion beteiligt.

Trotzdem dürfen wir den Sport nicht alleine lassen und müssen dafür sorgen, dass die Sportvereine auch nach der Pandemie ihre erfolgreiche Arbeit wie in der Vergangenheit fortsetzen müssen. Dafür müssen wir neben guten Worten und organisatorischer Unterstützung insbesondere auch Geld zur Verfügung stellen. Das Land hat das bestehende Hilfspaket jetzt noch einmal um 2,5 Millionen Euro aufgestockt. Über ein eigenes Hilfsprogramm könnten auch die Stadt einen Beitrag leisten. Daneben sollten jetzt schon in den Turnhallen Maßnahmen zur besseren Belüftung ergriffen werden.

Für die Mitglieder der Sportvereine aber gilt auch, sich in dieser Zeit nicht von ihren Vereinen abzuwenden, nur weil eine Zeitlang nicht alle Angebote wahrgenommen werden können. Stehen Sie zu ihrem Sportverein, halten sie ihm die Treue und helfen Sie, durch die schwere Zeit der Pandemie zu kommen. In einigen Monaten werden sich wieder mehr Möglichkeiten öffnen, die Vereinsangebote nutzen zu können. Spätestens dann hat sich die Treue gelohnt.“

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